Berufsgruppen nach Risiko

Berufsgruppen nach Risiko .. ABCDE

Welche Gruppen gibt es?

Jobs sind unterschiedlich gefährlich. Beim Wort Gefahr denkt man wahrscheinlich direkt an spektakuläre Berufe wie Sprengmeister oder Tiefseetaucher, doch wussten Sie, dass auch Fotografen oder Tanzlehrer in die höchste Risikoklasse eingestuft sind?

Viele der Einstufungen waren mir auf den ersten Blick nicht immer klar, betrachtet man aber die Statistiken genauer, erschließt sich das eine oder andere aber doch wieder.

Statistik ist in diesem Zusammenhang das Zauberwort, wie bei allen Zahlenspielen der Versicherungen. Die Unternehmen machen nämlich nichts anderes als zu schauen, wie wahrscheinlich ein Ausfall der Arbeitsfähigkeit eines Versicherten ist, und legen auf dieser Basis fest, ob sie jemanden versichern und wie teuer die Versicherung ist.

Im Laufe der Zeit hat sich bei allen Versicherungen ein ähnliches Vorgehen durchgesetzt: die Einstufung in Berufsgruppen.

Da es sich hierbei nicht um einen Standard handelt, gibt es Abweichungen im Detail, die Systematik ist aber überall die Gleiche.

Welche Gruppen gibt es?

Um es deutlicher zu machen, hier einfach eine exemplarische Tabelle, die in 6 Berufsgruppen unterteilt.

BerufsgruppeArtTätigkeiten
Gruppe 1hochqualifizierte Berufe mit geringer GefahrÄrzte, Apotheker, Architekten, Ingenieure, Anwälte, Richter und Notare, Pastoren, Politologen, Steuerberater, sowie Betriebswirte, Volkswirte
Gruppe 2kaufmännische Berufe mit administrativer Tätitigkeit oder einem geringen Anteil körperlicher ArbeitBank-, Büro-, Groß- und Einzelhandelskaufleute, Berufsberater, Chemiker, Controller, Fremdsprachensekretärinnen, Geologen, Heilpraktiker, Programmierer, Zahnärzte
Gruppe 3Berufe mit körperlicher Tätigkeit mit leicht erhöhtem GefahrenpotentialAutoverkäufer, Bautechniker, Dolmetscher, Erzieherinnen, Friseure, Goldschmiede, Handelsvertreter, Immobilienmakler, Journalisten, Lehrer, Physiker, Techniker, Verkäufer
Gruppe 4Berufe mit schwerer körperlicher Tätigkeit und höherem GefahrenpotentialAltenpfleger, Bäcker, Bauarbeiter, Berufssoldaten, Drucker, Elektriker, Feinmechaniker, Installateure, Köche, Maler, Metzger, Pfleger, Schreiner, Taxifahrer, Visagisten, Zugführer
Gruppe 5Berufe mit schwerer körperlicher Tätigkeit und hohem GefahrenpotentialDachdecker, Gerüstbauer, Kellner
Gruppe 6stark gefährdete BerufeBildhauer, Croupiers, Detektive, Fitnesstrainer, Flugbegleiter, Fotografen, Gerichtsvollzieher, Kamaraleute, Musiker, Sänger, Schauspieler, Tanzlehrer, Taucher

Was fällt auf?

Wenig verwunderlich dürfte Gruppe 1 und Gruppe 2 sein. Es handelt sich um Berufe, die größtenteils im Büro ausgeübt werden und dadurch körperlicher "Verschleiß" durch hohe Belastung kaum vorkommen wird.

In der Gruppe 3 finden sich ebenfalls viele Bürojobs oder welche, die, sofern sie draußen verrichtet werden, nicht körperlich schwere Arbeit erfordern.

Gruppe 4 sind sind größtenteils Berufe im leichten Handwerk. Dieser Begriff existiert zwar meines Wissens so nicht, umschreibt die Sache aber recht treffend. Altenpfleger und Berufssoldat sind wiederum Berufe, die ich auf den ersten Blick höher kategorisiert hätte.

In Gruppe 5 und 6 geht es allerdings schon richtig zu Sache. Wer aus dieser Gruppe eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, muss schon eher kreativ sein, keine Vorerkrankungen haben und trotzdem mit saftigen Aufschlägen rechnen. Aber auch hier fallen Berufe auf, die ich persönlich so nicht erwartet hätte (Fotograf, Schauspieler).

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